Kanutour

„Wer möchte mit auf Kanu - Tour?“

Das war die Frage der Orga – Gruppe an die Gemeinde. Es sollte wieder auf der Loiter/Füsinger Au von Scholderup nach Winningmay in die Schlei gepaddelt werden. Anschließend sollte es ein gemeinsames Grillen am Strand geben oder zu einem Eis – Essen in dem Café Winningmay gehen.

Der Termin wurde auf Samstag, 27. Juli, 13:00 Uhr festgesetzt. In der Gemeinde lag eine Liste aus, in der sich die Teilnehmer anmelden konnten. Nach der Meldung wurden 6 Kanu´s gemietet, die jeweils mit 3 bzw. 2 Kanuten besetzt werden konnten.

Viele Gebete gingen zu Gott: a) lass das Wetter gut sein und b) lass alle Teilnehmer heil die Loiter/Füsinger Au abpaddeln können.

Der Liebe Gott das Gebet a) erhört! Das Wetter war toll. Sonnenschein und Temperaturen um die 28°. So konnte es losgehen. Der Kanuverleiher brachte unsere Boote nach Scholderup. Die einzelnen Bootsbesatzungen ließen ihre Kanu`s in die Au, warteten, bis alle Boote im Wasser waren und dann: Auf geht’s!

Aber gerade der erste Teil unserer Strecke war recht schwierig. Die Au hatte wegen der Trockenheit nur wenig Wasser, so dass viele Steine und Felsen umkurvt werden mussten. Hier war eine gute Steuerung vonnöten. Die Kanuvordermänner/frauen hatten die Hindernisse dem hinteren Steuermann/frau zu melden. Auch lagen etliche Bäume über der Au, unter denen man sich sehr klein machen musste. Hier und da „suchte“ ein Kanu auch mal das Ufer auf, wenn es dann mit dem einheitlichen Paddeln oder der Steuerung nicht so klappte. Aber alles ging gut! Kein Kanu verlor das Gleichgewicht und kenterte.

Aber dann kam nach der Au die Schlei. Bei Windstärke 6, in Böen auch 7, hatten hier die Wellen heftige Schaumkronen. Und das alles von vorne. Die Überlegung war: sollen wir es wagen, den letzten km gegen die Wellen zu kämpfen oder lieber nicht. Eine Kanubesetzung wagte es und hat es auch unter sehr viel Anstrengung geschafft.

Der Rest der Bootsbesatzungen wollte lieber nicht, da wir ja etliche Kinder bei uns hatten. Wir erlebten auch, wie ein Kanu – welches nicht zu uns gehörte – durch den Wellengang abtrieb und später irgendwo weit weg an Land kam. Wir telefonierten den Kanuverleiher an und ließen unsere gemieteten Kanus von dort, wo wir waren, abholen.

Vor Beginn der Tour hatten wir uns bereits darüber geeinigt, dass kein Grillen (auch wegen des heftigen Sturmes) stattfinden sollte. Dafür sollte es jetzt Eis im Café Winningmay sein. Alle freuten sich darauf. Einige gingen am Uferweg zum Café, der aber bereits durch das Hochwasser überspült war, aber sie kamen an.

Nachdem die Autos aus Scholderup geholt waren, saßen wir dann im Café beisammen, unterhielten uns über die Tour und schleckten unser Eis.

Also hat der Liebe Gott auch den zweiten Teil unserer Gebete, dass keiner kentern und Schaden nehmen möge, erhört. „Lieber Gott, herzlichen Dank!“